Im ersten Teil dieser Serie ging es um grundsätzliches zur Schwarzweißfotografie als Erweiterung des fotografischen Spielraums. Heute und in den weiteren Folgen soll die Praxis im Vordergrund stehen.
Die einfachste Variante, Schwarzweiß-Aufnahmen mit einer Digitalkamera zu machen, steckt im Kameramenü: Fast jede Digitalkamera bietet eine oder mehrere Optionen, um die Bilder gleich schwarzweiß oder sepia-getönt auf die Speicherkarte zu bannen. Der klare Vorteil dieser Methode: Der Fotograf sieht auf dem Display oder im digitalen Sucher schon vor der Aufnahme die Schwarzweiß-Ansicht und gewöhnt sich binnen kurzem eine entsprechende Sichtweise an. Dem stehen zwei Nachteile gegenüber: Zum ersten eignen sich längst nicht alle Motive für die Abbildung in Schwarzweiß, zum zweiten legt sich der Fotograf mit dieser Option von Anfang an auf eine einzige Variante fest – da bietet die Verwandlung ursprünglich farbiger Aufnahmen weitaus mehr Flexibilität.
Um zu verdeutlichen, welch breites Spektrum an Möglichkeiten in dem steckt, was gemeinhin unter den Begriff “schwarzweiß” gefasst ist, soll das folgende Foto dienen, eine eher unspektakuläre Aufnahme aus dem Hafen von Nettuno.
Eine simple Ein-Klick-Bearbeitung mit dem Tool BWorks hat zu daraus die folgenden 16 Varianten erstellt:
BWorks (leider nur für Windows erhältlich) können Sie kostenlos von der Website von Mediachance herunterladen. Die Bedienung könnte simpler kaum sein: Sie öffnen ein Foto mit einem Klick auf “Load”, wählen eines von 16 Presets, und speichern das Resultat mit einem Klick auf “Save”.
Fortgeschrittene Anwender tun sich freilich schwer, sich mit Presets anzufreunden, die sich nicht weiter individualisieren lassen. Mehr zu solchen Möglichkeiten deshalb in den kommenden Folgen.









ich empfehle die bearbeitung in photoshop über den kanalmixer. mit ein paar klicks und der angabe einiger werte kann man da sogar die guten alten analogfilme nachempfinden.
Jep, Merci! Kommt noch – deshalb ist das ja ein Mehrteiler