Der Pinholeday geht zur Neige, und, zugegeben, ich habe schon wieder ein Objektiv auf meine Kamera geschraubt. Denn die digitale Pinhole-Fotografie hat ihre ganz speziellen Herausforderungen: Da ich beim Pieksen des Loches in die auf meinen Gehäusedeckel geklebte Alufolie vielleicht etwas zu unvorsichtig war, sind die Aufnahmen nicht sonderlich scharf geraten – mit einer Ausnahme: Am Rand des Bildsensors hat sich ein vermutlich winziges, aber im Bild knackscharfes Härchen festgesetzt, das besonders bei Dämmerlicht deutlich hervorgetreten ist.

pinholeday-haeuser

Nächste Schwierigkeit: Im Sucher ist, außer bei sehr großer Helligkeit, fast nichts zu erkennen, “Bildkomposition” funktioniert nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum.

Ein weiteres Problem bei einer umgerüsteten Digitalkamera: Die typischen weitwinkligen Panorama-Look-Alikes fallen flach, die Dimensionen entsprechen zwangsläufig denen des Bildsensors, also üblicherweise und im speziellen bei mir dem Seitenverhältnis 4:3.

Breiter wird’s, wenn man bereit ist, von der reinen Lehre abzuweichen, und mehrere Aufnahmen zu einem Panorama zu stitchen – ich bin nicht sicher, ob die Organisatoren derlei Nachbearbeitung anerkennen, aber mir gefällt’s:

pinhole-pano-entw

Das Fotografieren ohne Objektiv hat durchaus seinen Reiz, und ich werde wohl auch eines meiner Fotos bei Pinholeday.org einreichen – aber für den Rest des Jahres genieße ich doch sehr die Möglichkeiten, die in jenen linsenbewehrten Rohren stecken. Und im nächsten Jahr werde ich mit einer etwas ausgefeilteren linsenlosen Konstruktion an den Start gehen. Auf jedem Fall aber mit enthaartem Sensor.

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