picnik_0  Schnell einmal Farben und Helligkeit optimieren, die Bildränder beschneiden, den Horizont gerade rücken oder rote Augen korrigieren: Längst muss für solche Bildbearbeitungen niemand mehr eine Software auf seinem Rechner installieren, gibt es doch etliche Webanwendungen, die diese Arbeit übernehmen. Vor allem in sozialen Netzwerken und Online-Fotoplattformen beliebt ist die Online-Bildbearbeitung Picnik. Und die gehört jetzt zu Google.

Picniks Stärke liegt neben der sehr einfachen Handhabung vor allem in der annähernd nahtlosen Integration in Social Media Plattformen: Unterschiedslos greift Picnik auf Picasa Webalben, auf die Bilder der zum Konkurrenten Yahoo gehörenden Plattform Flickr, auf die bei Facebook gespeicherten Fotos und die Bilder etlicher weiterer Plattformen zu, kann bei Bedarf aber auch von der lokalen Festplatte aus bestückt werden. Nicht zuletzt dieser Tatsache verdankt Picnik seine beeindruckende Statistik: Mehr als eine Milliarde Bilder haben Nutzer in den vergangenen drei Jahren mit dieser Webanwendung bearbeitet.

Im Gegensatz zu vielen anderen webbasierten Diensten verfolgt Picnik ein Geschäftsmodell, das nicht ausschließlich auf Werbung aufgebaut ist. Die Basisfunktionen stehen kostenlos zur Verfügung, erweiterte Funktionen bietet Picnik Premium zu Preisen von 4,95 US-Dollar für einen Monat, 19,95 US-Dollar für sechs Monate,  oder 24,95 US-Dollar für ein Jahr.

Vorläufig, so heißt es übereinstimmend bei Google und Picnik, bleibt der Service unverändert, und auch der Mitarbeiterstamm bleibt dem Vernehmen nach erhalten. Wie Google Picnik mittelfristig in sein Angebot integriert, und ob die Preisstruktur Bestand haben wird, kann derzeit nur spekuliert werden. Das gleiche gilt für die Kosten der Übernahme: Über die haben Google und Picnik Stillschweigen vereinbart.

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