Die Tage des Klappspiegels sind gezählt: Zumindest im Consumer-Bereich wächst die Zahl von Systemkameras, die die Vorteile klassischer Spiegelreflexkameras – insbesondere den einfachen Objektivwechsel – mit dem geringen Gewicht und den kompakten Abmessungen von Bridgekameras kombinieren. Erneut hat Panasonic jetzt swei solche Kameras mit einem Bajonett für Objektive des MicroFourThirds-Systems angekündigt: Die Lumix DMC-G10 und die Lumix DMC-G2. Außerdem neu dabei: Das Standard-Zoom Lumix G-Vario 3,5-5,6/14-42mm. Bei allen drei Neuerscheinungen schweigt Panasonic vorerst noch über den Preis.

Absolutes Leichtgewicht: Die G10

Lumix DMC-G10 Die Lumix G10 stellt nach Angabe von Panasonic die derzeit leichteste Systemkamera mit Wechselobjektiven dar. Das Display mit einer Diagonale von 7,5 Zentimetern (respektive 3 Zoll) löst 460.000 Bildpunkte auf, der elektronische Sucher immerhin noch 202.000 Bildpunkte – bislang noch kein vollständiger Ersatz für einen Spiegelsucher. Durch zusätzliche Kontakte für die elektronische Kommunikation zwischen Kamera und Objektiv wurden die Grenzen für eine zukünftige Ausbaufähigkeit des Systems erweitert. Autofokus-Modi wie Gesichtserkennung, AF-Verfolgung, 23- oder 1-Feld stehen abhängig vom Motiv zur Verfügung. Der 12,1-Megapixel-Live-MOS-Sensor im 4/3-Format soll die Vorteile von CCD-Sensoren bei der Bildqualität mit dem geringeren Energieverbrauch von CMOS-Sensoren vereinen. Wie alle Lumix G Modelle ist auch die G10 mit einem Staubschutzsystem vor dem Sensor ausgestattet. Das System arbeitet mit Hilfe eines Ultraschallwellen-Filters, der 50.000 Mal pro Sekunde vibriert und so die Ablagerung von Staub und anderen Partikeln verhindern soll. Die Lumix G10 kann außerdem High-Definition-Videos mit 1.280 x 720 Pixel-Auflösung im Motion-JPEG-Format aufnehmen. Im Juni soll die G10 im Handel erhältlich sein.

Autofokus per Antippen: Die G2

Lumix DMC-G2 Die Lumix G2, unmittelbare Nachfolgerin der G1 und große Schwester der G10, bietet ebenfalls ein Novum: Sie ist die erste Systemkamera mit Wechselobjektiven, die per Touchscreen bedient werden kann. Schlüssel zu der neuartigen intuitiven Bedienungen mit Touch-Autofokus ist der berührungsempfindliche Touchscreen-LCD-Monitor. Ein einfaches Antippen reicht, um den schnellen und exakten Kontrast-Autofokus und die Belichtung auf das wichtigste Motivdetail zu konzentrieren und, falls gewünscht, sogar gleich auszulösen. Der berührungsempfindliche 3-Zoll-Monitor ist, anders als bei der kleinen Schwester, dreh- und schwenkbar. Der elektronische Sucher weist bei dieser Kamera eine Auflösung von erstaunlichen 1.440.000 Bildpunkten auf, und steht nach Ansicht des Herstellers optischen Systemen in nichts nach. Praktisch: Die Kamera schaltet automatisch vom Monitorbild auf den elektronischen Sucher um, so bald der Fotograf sich dem Sucher mit dem Auge nähert. Die Lumix G2 kann High-Definition-Videos mit 1.280 x 720 Pixel übrigens auch im AVCHD Lite-Format aufzeichnen, das bei HD-Videoqualität weniger Speicherplatz als Motion-JPEG benötigt. Die G2 geht ab Mai 2010 in den Handel.

Das neue Immerdrauf-Zoom: G-Vario 3,5-5,6/14-42mm

Lumix G-Vario 3,5-5,6/14-42mm Asph./OIS Ein Zoomobjektiv für den Alltagsgebrauch: Das ist das G-Vario 3,5-5,6/14-42mm definitiv: Das auf Kleinbild umgerechnete Brennweitenspektrum reicht von 28 Millimeter Weitwinkel bis zu einer leichten Telebrennweite von 84 Millimetern, wie sie zum Beispiel gern bei der Aufnahme von Porträts eingesetzt wird. Ein asphärisches Element verbessert die optische Leistung durch Minimierung der Verzeichnung selbst bei der kürzesten 28mm-Brennweite. Die weich laufende Innenfokussierung wird durch einen reaktionsschnellen Stufenmotor angetrieben und nützt so das Highspeed-AF-System der Lumix G-Kameras optimal aus. Das neue Lumix G-Vario 3,5-5,6/14-42mm Asph./OIS ist mit dem optischen Bildstabilisator (OIS) von Panasonic ausgerüstet, der verwacklungsfreie Bilder auch unter widrigen Umständen ermöglicht. Mit einem kürzesten Aufnahmeabstand von 30cm selbst bei längster Brennweite wird eine Abbildungsgröße von maximal 0,32x erreicht. Sieben Lamellen bewirken eine runde Blendenöffnung. Auch das neue Objektiv wird im Juni 2010 verfügbar sein.

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