Tausende von Sehenswürdigkeiten auf der ganzen Welt finden ihr Pendant als 3D-Modell in Googles beliebtem Geodatendienst Google Earth. Ähnlich viele Bauwerke, Monumente und Naturschauspiele stehen auch im Blickfeld von Webcams, deren Livebilder kontinuierlich ins Internet übertragen werden. Wissenschaftler an der Washington University in St. Louis haben ein Projekt ins Leben gerufen, das beides miteinander kombiniert: Live3D.
Live3D soll den sonst immer gleich aussehenden 3D-Modellen die von den Webcams aufgenommene Ansicht überstülpen, um so eine dem tatsächlichen momentanen Aussehen entsprechende Darstellung zu erreichen. Als Basis für die Belebung von Google Earth greift Austin Abrams, verantwortlicher Entwickler und Doktoratsstudent, dabei eigenen Angaben zufolge auf das hauseigene AMOS-Archiv (Archive of Many Outdoor Scenes) zurück, in dem derzeit bereits die Mitschnitte von an die 1.000 Webcams aus der ganzen Welt gesammelt werden. Abrams setzt bei der Realisierung des Projekts auf die aktive Mithilfe von Anwendern weltweit. Wer sich an dem Projekt beteiligen will, kann die Webseite http://amos.cse.wustl.edu/live3d/viewAll besuchen und dort bestehendes 2D-Material auf vorhandene 3D-Aufnahmen abstimmen.
Eine vollständige in Echtzeit aktualisierte virtuelle Erde liegt nach Ansicht von Abrams freilich noch einige Jahre in der Zukunft. Weitere Informationen zu dem ehrgeizigen Projekt liefert sein folgender, englischsprachiger, Videoclip:






