Finepix HS10 mit Rekordzoom … es lebe der Zoom-Wahn. Gleich zwölf neue Kameras für die unterschiedlichsten Fotografie-Bedürfnisse stellt Fujifilm der Öffentlichkeit vor. Die bieten überwiegend Auflösungen von moderaten 10 bis 12 Megapixeln, die Jagd nach immer neuen Auflösungsrekorden scheint beendet. Dafür werden die Marketing-Abteilungen sich wohl neue Superlative für die von den Objektiven abgedeckten Brennweiten einfallen lassen müssen: Bei der Finepix HS10 beginnt der Zoombereich bei weitwinkligen 24 Millimetern und endet im Telebereich bei 720 Millimetern (umgerechnet auf Kleinbild) – das entspricht einem Zoomfaktor von 30. Ganz so weit reicht das Zoomspektrum bei den anderen Modellen nicht, dennoch setzt sich bei den Neuerscheinungen ganz klar der bestehende Trend zur längeren End-Brennweite fort.

Bridgekameras mit viel, noch mehr und ganz viel Zoom

Finepix HS10 Mit gleich vier Neuerscheinungen bedient Fuji die Nische der Bridge-Kameras. Technisch wie preislich eng beeinander liegen die drei neuen Modelle der S-Serie, die FINEPIX S1600, S1800 und S2500HD. Die S1600 deckt einen Zoombereich von 28 bis 420 Millimeter ab, bei den beiden anderen Modellen liegt die längste Telebrennweite bei 504 Millimetern. Alle drei Kameras bieten Video-Aufnahmen in HD-Qualität, eine Kombination aus mechanischer und elektronischer Bildstabilisierung (was angesichts der Telebrennweiten wohl auch nötig ist), und einen Tracking-Autofokus, der anvisierte Motive auch in der Bewegung scharf hält. Auch die Auflösung, 12,2 Megapixel, stimmt bei allen drei Modellen der S-Serie überein. Besonderheit der S2500HD ist ein HDMI-Anschluss, der die verlustfreie Wiedergabe von Videos und Bildern über moderne Fernseher vereinfacht.

Deutlich von den ersten drei Bridgekameras hebt sich die Finepix HS10 ab: Sie setzt auf einen “nur” 10,3 Megapixel auflösenden BSI CMOS Sensor, das Objektiv deckt dafür, wie schon erwähnt, einen Zoombereich von 24 bis 720 Millimetern ab. Fuji preist die HS10 als kompakte Alternative zur Spiegelreflexkamera an, wenngleich hier sicher noch ein Qualitätsabstand bestehen wird. Immerhin verfügt die Kamera neben einem Schwenkdisplay über einen elektronischen Sucher mit Augensensor: So bald der Fotograf den Sucher ans Auge führt, schaltet sich das Display ab und der Sucher wird aktiv. Praktisch hört sich die Funktion für Highspeed-Serienaufnahmen an: In diesem Modus wird der Auslöser halb gedrückt und die HS10 beginnt mit der Aufnahme der Fotos. Wird der Auslöser ganz durchgedrückt, speichert die Kamera insgesamt sieben Fotos: Die drei Aufnahmen vor dem Durchdrücken des Auslösers und die vier Bilder danach.

Kompakte Mittelklasse

Finepix F80EXR Obwohl Fujifilm auch seine Bridgekameras als Immer-dabei-Kameras vermarktet, werden viele Käufer nach wie vor die “echten” Kompaktkameras bevorzugen. Auch in der Kompaktklasse setzt der Hersteller den Trend zu mehr Zoom konsequent fort: Die Modelle Finepix JZ300, JZ500 und F80EXR bieten jeweils einen Zoomfaktor von 10 (die beiden erstgenannten von 28 bis 280 Millimetern, die F80EXR von 27 bis 270 Millimetern). Auch diese Kameras bieten doppelte Bildstabilisierung und Tracking Autofokus, die Kameras bieten zudem eine spezielle “Haustier-Erkennung”: Diese Technologie erkennt automatisch die Gesichter von Hunden oder Katzen und optimiert die Kameraeinstellungen. Mit Hilfe der automatischen Auslösung werden die Fotos genau in dem Moment aufgenommen, in dem das Tier direkt in die Kamera blickt. Die F80EXR verfügt über einen 12 Megapixel-Sensor vom Typ Super CCD EXR, der sich variabel an die jeweilige Aufnahmesituation anpassen lässt – also zum Beispiel bei “Rauschgefahr” die Auflösung zugunsten der Lichtempfindlichkeit herabsetzt. Die JZ500 löst 14,1, die JZ300 12,1 Megapixel auf.

Robust, gestylt, mit Touchscreen

Finepix XP10 An die Bedürfnisse spezieller Fotografengruppen richten sich drei weitere Kamera-Neuheiten: Surfer, Mountainbiker und Skifahrer umwirbt Fuji mit der Finepix XP10, die wasserdicht bis 3 Meter Tiefe, stoßfest bis 1 Meter Fallhöhe, frostbeständig bis minus 10 Grad und staubgeschützt daherkommt. Die Kamera löst 12,2 Megapixel auf. Da Fuji bei der Outdoor-Kamera bewusst auf ein nach außen geführtes Objektiv verzichtet hat, steht hier “nur” ein Fünffachzoom von 36 bis 180 Millimetern zur Verfügung. Weniger robust, dafür feiner geschwungen, stellt sich die Finepix Z70 dar: Auch sie bietet einen Fünffachzoom, das Gehäuse ist gerade einmal 20 Millimeter schlank. Dass bei der Z70 Äußerlichkeiten eine wichtige Rolle spielen, belegt auch die Tatsache, dass sie in den sechs Trendfarben Silber, Schwarz, Violett, Bronze, Himbeerrot und Blau erhältlich ist. Seinen Tribut an Touchscreen-Präferenten zollt Fujifilm mit der Finepix Z700EXR. Per Fingerdruck auf das Display lassen sich alle Funktionen der Kamera aktivieren. Die Kamera wechselt mittels „Dual Direction GUI“ ganz automatisch zwischen Quer- und Hochformat, sobald die Kamera horizontal oder vertikal gehalten wird. Mit der Doppelbildanzeige “Dual Image Display” lassen sich sogar zwei Bilder nebeneinander auf dem Display anschauen und optimal miteinander vergleichen. Wie der Name schon zeigt, hat Fujifilm auch hier einen Bildsensor vom Typ Super CCD EXR verbaut.

Neue Einsteiger-Kameras

Finepix JV100 Auch die Käuferschicht sparsamer Einsteiger und Gelegenheitsfotografierer bedient Fuji mit den neuen Modellen: Die Finepix JV100 und JX200 bedienen das untere Preissegment – 12,2 Megapixel lösen auch diese beiden Modelle auf, und selbst der Tracking Autofokus ist hier vorhanden. Die JV100 klinkt sich allerdings aus dem Zoom-Hype aus: Sie bietet einen klassischen Dreifachzoom von 37 bis 111 Millimetern, während ihre etwas größere Schwester einen Fünffachzoom mit 28 bis 140 Millimetern bietet.

Finepix F80EXR

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Finepix F80EXR (Foto: Fujifilm)

Empfohlene Preise und Verfügbarkeit:

Finepix HS10: 429 Euro, ab April 2010

Finepix S1600: 199 Euro, ab März 2010

Finepix S1800: 219 Euro, ab März 2010

Finepix S2500HD: 229 Euro, ab März 2010

Finepix JZ300: 179 Euro, ab März 2010

Finepix JZ500: 199 Euro, ab März 2010

Finepix F80EXR: 249 Euro, ab März 2010

Finepix XP10: 179 Euro, ab März 2010

Finepix Z70: 149 Euro, ab März 2010

Finepix Z700EXR: 249 Euro, ab März 2010

Finepix JV100: 119 Euro, ab März 2010

Finepix JX200: 139 Euro, ab März 2010

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