Die deutschsprachige Foto-Szene ist in den letzten Monaten ausgesprochen rege gewesen. Das lag ganz gewiss nicht allein am ungemütlichen Winter, wo es mehr Überwindung kostete, hinaus zu gehen und zu fotografieren, als am Computer zu sitzen und über das Fotografieren zu bloggen – im Gegenteil: Etliche Artikel thematisierten das Fotografieren bei Eis und Schnee, und die bloggenden Foto-Enthusiasten zeigten nur zu gern, was sie ihren Kameras, sich selbst und manchmal auch ihren Models dabei zuzumuten bereit gewesen sind.
Freilich liefert der Winter nicht nur Fotomotive, er treibt manchen auch dazu, sich anderen fotografischen Spielarten zuzuwenden. Auch das spiegelt sich in den Artikeln der letzten Monate wieder. Fünf der Highlights aus dem letzten halben Jahr finden Sie im folgenden. Wie beim letzten Mal genügt ein Klick auf die Überschrift, um Sie direkt zum entsprechenden Artikel zu führen. Dank gebührt, wie bei der letzten Folge, auch Manfred Huszar, dessen Foto-Radar äußerst hilfreich war, um diese Highlights aufzuspüren.
Eine neue Welt
Steffen Göthling, Autor von lens-flare.de, musste für diesen Artikel nicht den Planeten wechseln, sondern bloß sein Objektiv – die neue Welt entdeckte er dann in seiner unmittelbaren Umgebung. Und seine Leser nimmt er mit auf seine spannende Entdeckungsreise. Über 500 Aufnahmen hat er nach eigenem Bekunden auf seiner Entdeckungsreise gemacht, sechs davon sind in diesem Artikel zu sehen. Inspirierend dürfte sein Artikel nicht zuletzt für diejenigen sein, die sich mit dem aktuellen Wetter partout nicht anfreunden können – die meisten solcher Fotos lassen sich aufnehmen, ohne dabei zu frieren oder nass zu werden.
Video, die Zukunft der Magazin-Fotografie
Werden Fotografen in Zukunft Filme drehen müssen? Michael Kirchner, der für fotografr verantwortlich zeichnet, stellt diese Frage zur Diskussion und liefert dabei gleich einen Videoclip als Beleg. Plakatwände, so die darin vertretene These, werden in Zukunft von Videowänden abgelöst, und selbst Zeitschriften werden nicht mit statischen Fotos, sondern mit Videoclips illustriert werden. Provokante Thesen, die aber längst die Schwelle zum technisch machbaren überschritten haben. Ob Sie diese Thesen teilen oder anderer Meinung sind: Dieser Artikel regt fraglos zur Beschäftigung mit der Materie an.
Wie man andere Menschen beim Fotografieren ignoriert
Fotografen, zumal wenn sie mit einer eher anspruchsvollen Ausrüstung daher kommen, sind in den Augen ihrer Mitbürger mitunter scheinbar Aliens, werden mit Misstrauen beäugt, und erhalten nicht selten gänzlich ungebeten gute Ratschläge, wie sie welche Motive abzulichten haben. Aber selbst wenn die Passanten sich zurückhalten, ist ihre pure Anwesenheit für manchen Fotografen bereits ein Hemmnis, sich ganz dem Motiv zu widmen. Auf dieses Problem geht Martin Wolf, der unter visuellegedanken bloggt, in diesem Beitrag ein. Lesenswert sind auch die Kommentare anderer Fotografen.
Kreativitätsmanagement in der Fotografie: Wann und wie bist Du kreativ?
Kann man Kreativität managen? Der Fotograf Olaf Bathke, dessen Blog genau so heißt wie er (also olafbathke.de), ist davon überzeugt, dass es Möglichkeiten gibt, die eigene Kreativität zu fördern und zu managen. “Kreativität muss man pflegen wie ein zartes Pflänzchen. Sie benötigt einen festen Grund, Licht und Schatten, Wasser, Nährstoffe und die Ernte sollte mit Bedacht eingefahren werden”, sagt er in seinem Artikel, wo er im besonderen seine eigenen Wege zur Kreativität thematisiert. Auch hier sind die Kommentare ebenso interessant wie sein Artikel.
Fotografieren trotz Handicap
Die Fotografie ist für Silja Korn “eine Art Fenster zur Außenwelt”, wie sie in ihrem Gastartikel auf Fotoholiker bekennt. Sie hat ein, speziell für die Fotografie, sehr außergewöhnliches Handicap: Sie ist blind. Wie sie zum Fotografieren gekommen ist, und welche Wirkung sie mit ihren Bildern erzielt, berichtet sie in diesem Artikel. Wer mehr davon sehen möchte, findet eine Reihe ihrer außergewöhnlichen Bilder auch auf ihrer eigenen Website, www.siljakorn.de.









Ich freu mich über die Erwähnung hier. Das spornt an die Makrofotgrafie weiter zu vertiefen. Bin schon gespannt auf die ersten lebendigen Objekte
Sehr interessante Zusammenstellung. Vielen herzlichen Dank.