Blogs zum Thema Fotografie sind wie Muscheln am Strand: Es gibt ihrer viele, schön anzusehen sind sie alle, aber die Perlen darin zu entdecken, erfordert Geduld und Mühe. In diesem und den folgenden Teilen der Serie “Fotografie-Best-Of” entdecken Sie jeweils fünf solcher Perlen: Überraschende Sichtweisen, kreativer Umgang mit der Technik, angewandtes Knowhow, kontroverse Standpunkte und Diskussionen, und alles, was sonst noch wissens-, lesens- und sehenswert ist rund ums Bildermachen, lernen Sie in dieser Serie kennen. Ein Klick auf die Überschrift bringt Sie direkt zum jeweiligen Artikel.
Nicht fehlen darf an dieser Stelle ein Hinweis auf Manfred Huszars Foto-Radar, eine Übersicht über die deutschsprachige Foto-Szene im Internet, die ihresgleichen sucht, und die bei der Suche nach den fotografischen Perlen überaus hilfreich war.
Zu den Beiträgen:
Von Filmen über die Fotografie lernen
Martin Gommel, der es mit seinem Blog Kwerfeldein in der Fotoszene zu webweiter Bekanntheit gebracht hat, schildert hier, wie Filme sich als fotografische Inspirationsquelle nutzen lassen. Am Beispiel so bekannter Werke wie “Die fabelhafte Welt der Amelie”, “Brokeback Mountain” oder “300″ (deren Trailer in seinem Artikel zu sehen sind) erläutert er, wie die Filmemacher Bildkomposition, Schärfe, Licht und andere Gestaltungsmittel einsetzen, um die beabsichtigte Wirkung zu erzielen oder zu verstärken, und wie er selbst in seiner fotografischen Entwicklung davon profitiert hat. Lesenswert sind auch die zahlreichen Kommentare unter seinem Artikel.
Here We Are-oder warum die Welt von unten ganz anders aussieht
Auf den Boden holt Manfred Huszar, der Betreiber des Blogs Zoomyboy, seine Leser mit diesem Beitrag – und zwar nicht auf den sprichwörtlichen Boden der Tatsachen, sondern vor allem auf den von allerlei Kleintier bevölkerten, bewachsenen oder lehmigen Erdboden, auf den sich ein Fotograf hin und wieder bäuchlings legen sollte. Dass das nützlich ist, belegt er mit einem eindrucksvollen Foto, das sich wohltuend von so manch anderer “Blümchenfotografie” unterscheidet.
Die Entschleunigung der Fotografie
In diesem Artikel stellt Besim Mazhiqi, Co-Autor des Blogs lens-flare.de, das bemerkenswerte Projekt “Sapralot” vor, ein Foto-Blog-Projekt, das einem ganz außergewöhnlichen Ansatz folgt – welcher das ist, erfahren Sie, wenn Sie auf die Überschrift klicken und Besims Beitrag lesen. Vielleicht inspiriert er ja auch Sie dazu, sich ein wirklich anspruchsvolles fotografisches Ziel zu setzen.
Kompaktkamera = Knipsen?
Julia Stern, Betreiberin von Fotoholiker, holt sich immer wieder gern Gastautoren an Bord. In diesem Fall ist es der Blogger Dennis Spohr, der unter Zzipp FotoTopic ebenfalls zu fotografischen Themen schreibt: In diesem Artikel macht sich Dennis Gedanken darüber, wie schnell sich andere ein Urteil über einen Fotografen bilden, nachdem sie einen Blick auf seine Kamera geworfen haben, und warum auch eine teure Ausrüstung aus einem ideenlosen Knipser keinen Profi macht. Interessant und lesenswert sind auch die Kommentare zu seinem Beitrag.
Blogparade: Was macht für dich ein gutes Foto aus?
Dieses Mal ist es nicht der Artikel, den Oliver Schaef in seinem Blog fotolism.us veröffentlicht hat, der den Erkenntnishorizont erweitert, sondern die Reaktionen darauf: Sein Aufruf, seine eigenen Gedanken darüber, was ein gutes Foto ausmacht, zu äußern, hat zu dutzenden von Beiträgen quer durch die Blogosphäre geführt, die als Trackbacks/Kommentare unter seinem Artikel verlinkt sind. Die Vielfalt der Standpunkte mag so manchem helfen, seine eigenen Maßstäbe zu hinterfragen und vielleicht sogar zu korrigieren. Zugegeben, es macht mehr Arbeit, einer Blogparade wie dieser zu folgen, als einfach einen fertigen Artikel zu lesen – aber die Mühe lohnt.
Was kommende Teile dieser Serie betrifft: Ihre sachdienlichen Hinweise (im Kommentarfeld unten oder per E-Mail) sind jederzeit willkommen. Themenfremde und/oder rein werbliche Beiträge sind jedoch chancenlos.


