Immer wieder ein Blickfang: Wassertropfen, die auf eine Wasserfläche prallen, Wellen schlagen und scheinbar zurück in die Höhe schnellen. “Dazu fehlt mir die Ausrüstung”, denkt so mancher Hobbyfotograf, und versucht sich erst gar nicht an derlei Aufnahmen. Doch Tropfen-Bilder erfordern weder eine besondere Ausrüstung noch vertieftes Knowhow:

tropfenzubehoer Minimalvoraussetzung sind eine Kompaktkamera mit Blitz und Selbstauslöser sowie ein Stativ. Weiter sind ein Makro-Modus und die Möglichkeit zur manuellen Fokussierung nützlich, aber im Notfall verzichtbar. Und natürlich benötigen Sie eine Schüssel mit Wasser und ein anderes Gefäß (oder irgend etwas anders), aus dem Sie die Tropfen herabfallen lassen. So geht’s:

Schritt 1: Zeitauslöser einstellen und fokussieren

Haben Sie die oben erwähnten Zutaten beisammen und aufgestellt, stellen Sie den Blitz Ihrer Kamera auf “ein”. Der Blitz ist nötig, um den Tropfen im Flug oder beim Aufprall einzufrieren. Stellen Sie dann den Zeitauslöser Ihrer Kamera ein. Damit exakt die Stelle korrekt fokussiert ist, wo der Tropfen einschlagen wird, halten Sie am besten ein Objekt mit einer klar erkennbaren Kontur dort ins Wasser (einen Löffel, Ihren Finger, oder was gerade greifbar ist), und drücken dabei den Auslöser Ihrer Kamera: Der Autofokus, dem auf der Wasserfläche ja sonst jeder Anhaltspunt zur Fokussierung fehlt, wird sich freudig darauf stürzen.

Schritt 2: Laufen, äh, tropfen lassen

Nach dem Auslösen haben Sie in der Regel zehn Sekunden Zeit, innerhalb derer Sie damit beginnen sollten, Tropfen in die Schüssel fallen zu lassen. Das geht mit einem Wollfaden, einer Pipette, sogar mit einem Teelöffel oder einfach einem mit Wasser gefüllten Gefäß. Wer es präziser mag, besorgt sich aus der Apotheke ein Infusionsset. Nach Ablauf des Zeitauslösers hält die Kamera dann die Wasseroberfläche genau so fest, wie sie sich während des sehr kurzen Zeitraums zeigt, in dem der Blitz aufleuchtet.

dropit Diese Vorgehensweise bietet eine Unmenge an kreativem Potential: Sie können die Farbe der Schüssel variieren, die Flüssigkeit selbst einfärben und an Stelle von Wasser andere Flüssigkeiten verwenden (zum Beispiel Milch in eine mit Kaffee gefüllte Tasse tropfen lassen – oder Kaffee in die Milch).

Wenn Ihnen das Fotografieren von Wassertropfen so viel Spaß macht, dass Sie es auf fortgeschrittenerer Ebene fortsetzen möchten, sei Ihnen auch der Artikel Wassertropfen fotografieren auf Fotoholiker.com ans Herz gelegt, wo der Fotokünstler Mario Tumm erklärt, wie er zu faszinierenden Tropfenbildern kommt, und dabei ausführlich sowohl auf physikalische Aspekte des Tropfenflugs als auch auf technische Aspekte der Aufnahme eingeht.

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