Akkus - Foto: Ernst Rose/Pixelio Wer zu früh schlapp macht, verpasst so manchen Höhepunkt. Während die Kapazität von Speicherkarten in den letzten Jahren schier explodiert ist, hat die Akku-Technologie allenfalls moderate Fortschritte gemacht. Dabei sind moderne Kameras beim Stromverbrauch alles andere als bescheiden. Die im folgenden genannten Möglichkeiten helfen Ihnen, das Durchhaltevermögen Ihres Akkus zu maximieren:

Sparen Sie nicht an Akkus

Nickel-Metallhydrid-Akkus vom Typ AA, wie sie in sehr vielen Digitalkameras zum Einsatz kommen, gibt es in verschiedenen Kapazitätsstufen: Die preisgünstigsten Akkus dieser Art weisen derzeit eine Kapazität von 1.200 Milliamperestunden (mAh) auf, können also voll aufgeladen eine Stunde lang 1.200 Milliampere abgeben – oder zum Beispiel sechs Stunden lang 200 Milliampere. Teurere Ausführungen gibt es in Kapazitäten von bis zu 3.500 mAh, also mit fast dreifachem Durchhaltevermögen. Wer wegen des günstigeren Preises Akkus mit niedriger Kapazität kauft, macht im Zweifel das schlechtere Geschäft.

Verzichten Sie auf Stromfresser in der Kamera

Digitalkameras bieten eine Reihe von stromhungrigen Funktionen, die im Einzelfall verzichtbar sind. Hier können Sie sparen:

  • Motorzoom: Die Zoom-Mechanik gehört zu den Stromfressern. Sie lässt sich zwar nicht abschalten, aber Sie können viel Strom sparen, wenn Sie sich grundsätzlich angewöhnen, eher Ihren Standort zu verändern als die Brennweite zu variieren.
  • Blitz-Kondensator: Auch der Blitz ist sehr stromhungrig. Bei automatischer Blitzzuschaltung hält die Kamera den Blitz-Kondensator permanent auf Höchstladung, damit der Strom bei Bedarf sofort zur Verfügung steht. Schalten Sie den Blitz am besten ab, und aktivieren Sie ihn nur, wenn Sie ihn auch wirklich brauchen.
  • Kontinuierlicher Autofokus: Ist diese Funktion aktiviert, versucht die Kamera permanent, die mit dem Objektiv angepeilte Szene scharf zu stellen, auch wenn sie gerade achtlos herunter baumelt. Wenn Sie nicht von Hand scharf stellen wollen, stellen Sie den Autofokus-Modus auf “Single-Autofokus” um, der erst unmittelbar vor der Aufnahme aktiv wird.
  • Bildstabilisator: Ähnlich wie der Autofokus arbeitet auch mancher elektronisch-mechanische Bildstabilisator kontinuierlich, lässt sich aber vielleicht auf einen Einsatz unmittelbar vor der Aufnahme beschränken. Wie beim Autofokus erkaufen Sie die so erzielbare Stromersparnis mit einer längeren Auslöseverzögerung.

Seien Sie gut zu Ihren Akkus

Im Winter kommt ein weiterer (scheinbarer) Stromfresser hinzu: Die Kälte. Insbesondere die erwähnten Nickel-Metallhydrid-Akkus versagen ihren Dienst, wenn sie zu lange Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ausgesetzt sind, weil die chemischen Prozesse, die zur Stromabgabe erforderlich sind, dadurch drastisch verlangsamt werden. Wollen Sie bei Kälte fotografieren, nehmen Sie deshalb am besten einen zweiten Satz Akkus mit und halten ihn direkt am Körper warm. Unterkühlte Akkus können Sie auch mit Hilfe eines Wärmekissens kurzfristig wieder reaktivieren.

Viele Akku-Probleme beruhen aber auch auf dem verwendeten Ladesystem: Überladung, Überhitzung und Tiefentladung sind die schlimmsten Feinde jeden Akkus, lassen sich aber durch die Wahl eines geeigneten Ladegerätes vermeiden.

Für viele Nutzer überraschend: Übernacht-Ladegeräte, die acht bis vierzehn Stunden benötigen, um Akkus vollständig zu laden, gehen nicht etwa schonender mit den Akkus um, als Schnell-Ladegeräte, die einen Akku innerhalb von fünfzehn bis sechzig Minuten füllen können – im Gegenteil. Das optimale Ladegerät ist schnell-ladefähig, misst kontinuierlich Ladespannung und Temperatur und schaltet bei Volladung auf eine “Schwebeladung” um, die die unvermeidliche Selbstentladung der Akkus ausgleichen soll. Das schlägt sich natürlich in den Anschaffungskosten nieder, die sich aber bei intensiver Nutzung schnell wieder amortisieren.

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