workshop-linsenfehler-01Selbst teure Objektive erzeugen ein gewisses Maß an Verzeichnung. Krümmen sich Linien von außen zur Mitte hin, spricht man kissenförmiger, ansonsten von tonnenförmiger Verzeichnung. Solche “Kurven” zu begradigen, ist mit den meisten Bildbearbeitungsprogrammen ein ziemlicher Aufwand.

Die hier gezeigte Methode nutzt das Photoshop-Plugin “Lens Distortion Corrector” von Richard Rosenman. Photoshop-Plugins lassen sich mit den meisten gängigen Bildbearbeitungsprogrammen nutzen, selbst mit der beliebten Freeware IrfanView. Sehen Sie in der Dokumentation zu Ihrem Bildbearbeitungsprogramm nach, ob und wie Sie Photoshop-Plugins nutzen können.

Die beiden wichtigsten Regler

Von zentraler Bedeutung sind die beiden Regler zur Korrektur der horizontalen und vertikalen Verzeichnung. Um eine tonnenförmige Verzeichnung auszugleichen, ziehen Sie die Regler nach rechts, bei einer kissenförmigen Verzeichnung nach links, bis die Linien im Bild begradigt sind.

In der Standardeinstellung ist der Schalter “Lock Vert>Horiz” gedrückt, der die beiden Regler aneinander koppelt. Um die Verzeichnungen in beide Richtungen unabhängig voneinander vornehmen zu können, klicken Sie einmal auf diese Schaltfläche.

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Tuning: Überflüssig

workshop-linsenfehler-02Lens Distortion Correction bietet eine Reihe von Einstellmöglichkeiten – die meisten sind jedoch nur Verzierung. So können Sie aus einer Reihe von Presets für verschiedene Brennweiten wählen. In der Praxis verzeichnen jedoch selbst Objektive der selben Baureihe unterschiedlich stark. Individuell einstellen können Sie die Verzeichnungskorrektur aber nur, wenn Sie “Custom” wählen.

Das gleiche trifft auf das Feld zu, in dem hier “Bicubic” zu lesen ist. Damit wird ein mathematisches Verfahren beschrieben, mit dessen Hilfe die Pixel neu angeordnet werden. Das bikubische Verfahren ist das qualitativ beste aller angebotenen, die anderen sind aber etwas schneller. Falls Sie nicht gerade viele riesige Bilder mit einem uralten PC korrigieren müssen, belassen Sie auch diese Einstellung so wie sie ist.

Verluste vermeiden

Von Bedeutung ist allerdings die Schaltfläche ‘Fix’. Durch das Verzerren könnte an den Rändern Bildinformation verloren gehen. “Fix” passt deshalb das korrigierte Bild in die Grenzen des ursprünglichen Bildes ein.

Dadurch können an den Rändern wiederum ‘leere’ Bereiche entstehen. Um die zu füllen, drücken Sie die Schaltfläche “Color out-of-range” und wählen mit Hilfe des darunter liegenden Farbfeldes eine Füllfarbe. Am besten eine, die sich stark abhebt.

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Abschließend: Passend zuschneiden

Image Eine Farbe, die sich deutlich vom eigentlichen Bild abhebt, hilft Ihnen, das Bild abschließend zurecht zu schneiden. Bei leichten Korrekturen und nicht gedrückter Schaltfläche “Fix” können Sie darauf verzichten, sind jedoch starke Verzeichnungen zu beheben, kommen Sie um ein abschließendes Beschneiden der Bildkanten nicht herum.

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