Helligkeit lässt sich in den meisten Bildbearbeitungen mit einem einfachen Regler korrigieren. Nachteil: Sie sind auf Ihr subjektives Empfinden und einen korrekt kalibrierten Bildschirm angewiesen. Das Histogramm dagegen ist eine objektive, mathematische Abbildung der Lichtverteilung. Mit dessen Hilfe korrigieren Sie Tiefen, Lichter und Mitteltöne einzeln, und erhalten ein ausgewogenes Gesamtbild – mathematisch und optisch.
Viele Bildbearbeitungsprogramme bieten eine automatische Tonwertkorrektur. Wenn Sie diesen Workshop hinter sich haben, wissen Sie auch, wie diese Automatik funktioniert – und können es noch ein wenig besser.
Dunkle Bildtöne anreichern
Öffnen Sie zunächst das zu verbessernde Bild, dann das Histogramm. Bei Photoshop und einigen anderen Bildbearbeitungen gibt es ein nicht veränderbares Histogramm, das nur der Information dient. Die gleiche Grafik finden Sie aber auch in der Funktion “Tonwertkorrektur”.

Das Diagramm zeigt die Häufigkeit der einzelnen Helligkeitswerte von schwarz (ganz links) bis weiß (ganz rechts). Gibt es wenig echte Schwarz-Anteile, wirkt das Bild flach. Um das zu korrigieren, schieben Sie den linken Regler so weit nach rechts, bis er unter einer nennenswerten Erhebung steht. Dieser Tonwert und alle links davon werden nun schwarz, das Bild gewinnt an Tiefe.
Lichter anheben
Der äußerst rechte Tonwert steht für maximale Helligkeit, also “weiß”. Hat das Bild keinen oder nur einen ganz geringen Weiß-Anteil, wirkt es flau. Ziehen Sie in diesem Fall den rechten Regler so weit nach links, dass auch er unter einer Erhebung zu stehen kommt. Damit bekommt das Bild echte Lichter.

Mitteltöne korrigieren
Abschließend wenden Sie sich dem mittleren Regler zu. Ziehen Sie diesen Regler nach rechts, um den Anteil der dunkleren Töne zu strecken, und den der helleren zu stauchen – es erhöht sich der Anteil der dunkleren Bildtöne. Ziehen Sie ihn hingegen nach links, nimmt der Anteil der helleren Bildtöne zu.

Feintuning
Die meisten Bildbearbeitungen bieten nicht nur die Möglichkeit, die Tonwerte insgesamt zu korrigieren, sondern die einzelnen Farbkanäle getrennt zu bearbeiten. Wenn Sie davon Gebrauch machen, können Sie aus einem “halbwegs passablen” ein perfektes Bild machen, was die Verteilung der Tonwerte betrifft.






