Der Bedarf ist ungebrochen: Kein Zeitschriftenartikel, kein Buchcover, kein Blog kommt ohne Fotos, Grafiken oder Illustrationen aus. Wem die Gelegenheit fehlt, selbst geeignete Bilder zu schießen, der bedient sich nur zu gern aus dem schier unerschöpflichen Fundus an im Internet verfügbaren Aufnahmen. Wer dabei die falschen Quellen anzapft, bezahlt unter Umständen teuer dafür. Doch das muss nicht sein.
Die denkbar schlechteste Idee, Bilder für die Verwendung in eigenen Publikationen zu erhalten, ist es, die Bildersuche von Google zu verwenden, und ein geeignetes Foto einfach zu übernehmen. Das gilt fast unabhängig davon, ob es sich bei der Publikation nun um eine hunderttausendfach verkaufte, gedruckte Zeitschrift handelt, oder um ein von täglich fünf Personen gelesenes Weblog. Tatsächlich ist das juristische Risiko für “kleine” Internetangebote sogar größer, denn viele Abmahner bevorzugen sie als vermeintlich leichte Gegner, während größere Verlage in der Regel über eine gut bestückte Rechtsabteilung verfügen, und sich einer Abmahnung nicht ohne Gegenwehr beugen. Die rechtliche Situation ist freilich eindeutig: Wer ungenehmigt fremde Bilder in seinen Publikationen verwendet, verletzt das Urheberrecht. Und dann kann selbst ein lieblos fotografiertes Wiener Schnitzel schnell 600 Euro und mehr kosten.
Doch das muss nicht sein: Längst gibt es im Web Fotosammlungen, aus denen sich Publizisten bedienen können. Die Urheber der dort veröffentlichten Fotos haben einer Verwendung durch Dritte ausdrücklich zugestimmt – zu Preisen, die selbst Hobbyblogger aus der Portokasse bezahlen können. Aus der üppigen Auswahl solcher Agenturen und Datenbanken haben wir drei besonders attraktive heraus gegriffen:
Panthermedia: Bezahlbare Qualität
Die Bildagentur und Fotocommunity Panthermedia handelt mit den von ihren Mitgliedern gelieferten Fotos – allerdings nicht mit allen: Die Mitglieder können fallweise entscheiden, ob sie ihre Fotos nur der Community präsentieren oder auch über die Bildagentur zum Verkauf anbieten. Im letzteren Fall behält sich das Redaktionsteam die Entscheidung vor: Bilder mit Qualitätsmängeln, aber auch rechtlich problematische Aufnahmen (etwa ein fehlendes Model- oder Property Release), kommen erst gar nicht ins Angebot. Käufer können die Bilder im Abonnement beziehen, gegen Rechnung kaufen oder mit Credits (einer Art Prepaid-Guthaben) bezahlen. Die Preise variieren abhängig von der benötigten Auflösung zwischen unter zwei Euro (für webtaugliche 400 x 300 Pixel) und über 100 Euro (für 5600 x 4200 Pixel).
Fotolia: Fotos, Vektorgrafiken und Videos
Auch die von Fotolia angebotenen Fotos unterliegen einer sorgfältigen redaktionellen Überprüfung. Nahezu konkurrenzlos günstig sind die Preise, wenn es um den großformatigen Einsatz in gedruckten Publikationen geht (ab sieben Credits, die derzeit exakt sieben Euro entsprechen). Aber auch web-taugliche Auflösungen sind mitunter schon für einen Euro zu bekommen. Neben Fotos und Bitmap-Grafiken bietet Fotolia auch Vektorgrafiken und Videos an – letztere sind bis zu einer Auflösung im HD-Format zu bekommen, und damit für weitaus mehr als “nur” den Web-Einsatz zu gebrauchen. Blogger, die Wordpress verwenden, können Fotolia-Medien sogar mittels eines Plugins direkt in ihre Beiträge einbinden.
Pixelio: Kostenlos in jeder Auflösung
Die Bilddatenbank Pixelio ist kostenlos, die Anbieter verlangen lediglich die Nennung von Pixelio und dem jeweiligen Fotografen als Bildquelle. Das Angebot ist umfangreich, die Qualität variiert etwas stärker als bei den kostenpflichtigen Diensten, beim Download erhält der Nutzer stets die höchste verfügbare Auflösung, die er gegebenenfalls anschließend selbst skalieren muss. Völlig frei verwenden darf der Nutzer aber auch diese Fotos nicht: Der jeweilige Fotograf entscheidet fallweise, ob er sein Foto nur für die redaktionelle oder auch die kommerzielle Nutzung freigibt, und ob er Verwendern ein eingeschränktes oder ein erweitertes Bearbeitungsrecht einräumt.
Fazit: Klauen überflüssig
Das Web ist kein Selbstbedienungsladen. Aber nur noch eigene Fotos zu verwenden, ist für die meisten Publizisten keine Alternative – und juristisch auch nur dann sinnvoll, wenn sie die Urheberschaft glaubhaft nachweisen können, etwa durch den Besitz des hochauflösenden Originals. Doch deshalb muss Ihre Publikation keine Bleiwüste bleiben. Online-Agenturen wie Panthermedia, Fotolia oder Pixelio stellen zusammengenommen Millionen von Bildern zu niedrigen Preisen oder komplett kostenlos zur Verfügung. Verwender kommen zwar nicht umhin, auch hier einen genauen Blick auf die jeweiligen Lizenzbedingungen zu werfen, sind bei deren Beachtung – und einer sorgfältigen Dokumentation der Bildherkunft – aber rechtlich auf der sicheren Seite.









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Dougles
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Gerd Altmann (geralt)