Bereits im letzten Jahr fanden im Tierpark Hagenbeck mit der «Fotoschule des Sehens« das 1-tägige Fotoseminar „Tierfotografie“ und das 3-tägige Fotoseminar „Tiere sehen lernen und fotografieren“ statt. Auch 2010 werden wieder Termine angeboten.
Die Seminare werden gemeinsam von Fotografenmeister Peter Uhl und Diplom Biologin und Fotografin Martina Walther geleitet. Im 3-tägigen Seminar „Tiere sehen lernen und fotografieren“ haben die Teilnehmer die Möglichkeit, sich mittels Fotografie ein genaueres Bild über die Tiere zu verschaffen, ein Gespür für den richtigen Moment zu entwickeln und ihre Kenntnisse der Fotografie zu vergrößern. Denn das Fotografieren von Tieren bedeutet mehr als ein kurzes Hingucken und schnelles Ablichten. „Man muss schon etwas Zeit und Geduld mitbringen. Wenn man sich auf den Rhythmus des Tieres einlässt, kann man schon bald den „richtigen“ Moment, in dem das Tier sich in seiner ihm eigenen, typischen Art zeigt, im Voraus erahnen und ausdrucksstarke Bilder machen.“, sagt Peter Uhl, Inhaber der Fotoschule. „Das Seminar bringt die Leute weg vom bloßen Knipsen. Ein wichtiges Seminarziel ist somit, die Fotoobjekte erst einmal „sehen“ zu lernen. Denn oft ermöglicht erst das genaue Hinsehen und Beobachten des Tieres, wichtige Details wahrzunehmen.“
Und zu sehen gibt es Vieles. Denn der Tierpark Hagenbeck in Hamburg besticht u.a. durch die Gestaltung seiner Freigehege. In sorgsam gestalteten Panoramen, die den Lebensraum der Tiere nachbilden, leben unterschiedliche Arten des gleichen Lebensraumes. So sind im weltbekannten und denkmalgeschützten Afrikapanorama Flamingos, Zebras, Warzenschweine, Strauße und Löwen zu beobachten. Verborgene Gräben trennen verschiedene Tierarten voneinander und machen das „zaunlose“ Fotografieren in einer einzigen, durchgehenden Landschaft möglich. „Hautnahe“ Aufnahmen von besonderer Aussagekraft sind z.B. mit den Asiatischen Elefanten möglich, die im Tierpark Hagenbeck von den Besuchern sogar mit der Hand gefüttert werden können. Auch andere Tierarten sind wegen ihrer Nähe zum Betrachter dankbare Motive für Portraits.
Natürlich kommen auch die fototechnischen Aspekte im 3-tägigen Seminar nicht zu kurz. Und so bietet „Tiere sehen lernen und fotografieren“ eine runde Mischung aus theoretischer Information und praktischer Umsetzung. Zwei Bildbesprechungen mit konstruktiver Bildkritik geben während des Seminars weitere Anregungen, die natürlich gleich wieder in der nächsten Praxiseinheit ausprobiert werden können. „Bei den Bildbesprechungen achten wir sehr darauf, dass dies immer wertschätzend geschieht. Unsere Erfahrung ist, dass negative Kritik an dem, was man kreativ geschaffen hat, für viele ein sehr sensibler Punkt ist und einem die Lust am Fotografieren damit schnell verdorben werden kann,“ sagt Peter Uhl. „Bei uns geht es nicht darum, wer am Ende das tollste Bild hat. Wir wollen keinen Wettbewerb unter den Teilnehmern fördern, sondern deren Kreativität und Spaß am Fotografieren.“
Für die, die nicht die Möglichkeit haben, sich drei Tage aus dem Alltag herauszuziehen oder die einfach erst mal „schnuppern“ wollen, bietet die Fotoschule des Sehens das eintägige Seminar „Tierfotografie“ im Tierpark Hagenbeck an. Es richtet sich an Interessierte, die zwar über Grundkenntnisse der Fotografie verfügen, allerdings noch etwas unsicher bei der richtigen Kameravoreinstellung von Belichtung und Blende sind. Der Schwerpunkt liegt auf dem praktischen Fotografieren. Anregungen und Hilfestellungen erfolgen direkt beim Fotografieren.






