CCDs und CMOS-Bildwandler von Digitalkameras (nicht nur der unteren Preisklasse) weisen mitunter Fehler auf, die mit bloßem Auge schwer zu erkennen sind. Dead Pixel und Hot Pixel lassen sich mit Hilfe einer geeigneten Software aber schnell entlarven – wer eine neue Kamera besitzt, führt diesen Test am besten noch innerhalb der Garantiezeit durch, denn vor allem tote Pixel sind definitiv ein Reklamationsgrund. Ein simples Werkzeug, um solche Bildfehler zu entlarven, ist die Freeware Dead Pixel Test .
Bevor Sie die Software sinnvoll einsetzen können, benötigen Sie eines oder mehrere Bilder Ihrer Digitalkamera, die bei völliger Dunkelheit aufgenommen wurden, beispielsweise mit geschlossenem Objektivdeckel. Wenn Ihre Kamera die manuelle Einstellung der Belichtungszeit ermöglicht, machen Sie mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten, bis hin zu mehreren Sekunden. Bei Spiegelreflexkameras achten Sie darauf, dass auch durch den optischen Sucher kein Licht fällt. Sie erhalten so Bilder, die – theoretisch – völlig schwarz sein sollten.
Ein schwarzes Bild
Starten Sie nun die Datei DeadPixelTest.EXE und öffnen Sie über die Schaltfläche “Browse” das erste Ihrer eben fotografierten schwarzen Bilder. Idealerweise verwenden Sie ein Bildformat mit verlustfreier Kompression, Dead Pixel Test kennt das TIF-Format und das Olympus Raw-Format. JPG-Aufnahmen liefern mitunter mehr Pixelfehler, als der Bildsensor tatsächlich aufweist. Haben Sie die Datei geladen, klicken Sie auf die Schaltfläche “Test”, um die einzelnen Bildpunkte auswerten zu lassen.
Empfindliche Reaktionen
Viele moderne Kameras liefern ein Null-Fehler-Resultat – freilich nur, wenn Sie die relativ großzügigen Voreinstellungen des Programms belassen. Im Feld “Threshold for hot pixels” ist gewöhnlich ein Schwellenwert von 60 eingetragen, von dem an ein Bildpunkt als “Hot Pixel” gewertet wird. Bei einer Aufnahme in völliger Dunkelheit sind, streng genommen, aber schon kleinere Werte über Null als Fehler zu betrachten. Setzen Sie den Schwellenwert auf 20 herab, und wiederholen Sie den Test.
Bildfehler im Blick
Jetzt dürften bereits einige Bildpunkte als “Hot Pixel” gewertet werden (falls nicht, herzlichen Glückwunsch!), und in der Liste der Bildfehler können Sie nun einen einzelnen Eintrag anklicken, um rechts daneben in einer Vergrößerung zu beurteilen, wie sich dieser Fehler auswirkt.
Wiederholen Sie diesen Versuch mit Bildern, die mit unterschiedlichen Belichtungszeiten aufgenommen wurden. Erhalten Sie bei kürzeren Belichtungszeiten weniger Pixelfehler, handelt es sich um ein meist verschmerzbares und technisch nicht völlig auszuschließendes Bildrauschen. Ein solches Rauschen ist im Regelfall auch kein Reklamationsgrund – definitiv tote Pixel, die selbst bei völliger Dunkelheit leuchten wie die Sterne, hingegen schon.








